Bitte lest auch die Infos und Hintergründe unten auf der Seite! Direkter Link zur Unterschriftensammlung
Dimension der geplanten Erschließung
Die Diskussion um den geplanten Forststraße gewinnt an Brisanz, wenn die tatsächlichen Dimensionen des Vorhabens betrachtet werden.
Die geplante Trasse verläuft durch folgende Schutzgebiete:
- Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH)
- Vogelschutzgebiet (SPA)
- Wasserschutzgebiet
- Schutzwald
- Wildschutzgebiet
- Alpenplan Schutzzone C (Ruhezone)
Bisher bekannte Planung:
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Forststraße zur Benzingalm:
ca. 2,1 km lang über rund 350 Höhenmeter, Fahrbahnbreite ca. 3,5 m zuzüglich etwa 1 m Bankettstreifen, für LKW-Verkehr ausgelegt. -
Almweg von der Benzingalm zur Jägerbauernalm:
ca. 1,3 km lang über rund 250 Höhenmeter, Fahrbahnbreite ca. 2,5 m zuzüglich Bankettstreifen.
in Insgesamt entstünde damit eine rund 3,4 Kilometer lange Fahrtrasse mit etwa 600 Höhenmetern die durch mehrere Schutzzonen verläuft in einem bisher sehr ruihgen, nur zu Fuss erreichbaren Gebiet.
Bereits genehmigte Erschließug
Ein Triebweg (1,5 m breit + Bankettstreifen ca. 2m breit) wurde bereits vor rund drei Jahren - damals vom Spitzingsattel aus zur Jägerbauernalm - geplant und von den zuständigen Behörden geprüft und genehmigt.
Diese 2,1 km lange Trasse zur Alm könnte jederzeit gebaut werden.
Hintergrund der Unterschriftensammlung
Am 2. März fand im Landratsamt Miesbach eine Vorbesprechung zur geplanten Verlängerung der Wildschutzgebiete im Landkreis statt, an der auch Vertreter des DAV-Ressorts Naturschutz teilnahmen.
Vorgestellt wurden Pläne zur Erweiterung der Wildschutzgebiete mit unbefristeter Geltung. Als Begründung wurde unter anderem ein erwarteter Anstieg des Besucherdrucks durch die geplante Erschließung der Almen mittels Forst- und Almstraße genannt. Die Ausweitung des Wildschutzgebiets auf den gesamten Benzingkessel wurde dabei als mögliche Kompensationsmaßnahme dargestellt.
Der DAV informierte die betroffenen Sektionen im Rotwandgebiet und bat um Stellungnahmen. Nachfolgend finden Sie unsere Stellungnahme vom 26.03.26 und die vom Deutschen Alpenverein vom 13.05.26.
Im Rahmen der Infoveranstaltung bei der Fischbachauer Gemeinderatssitzung wollte man diesen Zusammenhang überraschenderweise nicht mehr bestätigen - obwohl beide Vorhaben im selben Gebiet weiterhin zeitgleich verfolgt werden und genau dieser Zusammenhang den zentralen Kritikpunkt darstellt.
Mit der Unterschriftensammlung haben wir eine öffentliche Diskussion angestoßen und erreicht, dass die geplanten Maßnahmen kritisch hinterfragt und breit diskutiert werden.
Wir sind der Auffassung, dass unterschiedliche Meinungen sowie eine offene Diskussion über ein Vorhaben mit möglichen Auswirkungen auf Naturraum, Landschaftsbild, Wildschutz, Wegeführung und Zugangsmöglichkeiten Teil eines transparenten gesellschaftlichen Austauschs sein sollten - auch dann, wenn für Forst- und Almstraßen, die dem Gemeinwohl dienen, rechtlich keine formelle Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist.